Der Auslöser des nächsten Aktiencrashs

Viele Leute sprechen vom nächsten Aktiencrash. Kein Wunder – die Aktienbewertungen, so scheint es zumindest, erreichen täglich neue Höchststände. Es gibt Unternehmen, die sind heute an der Börse so viel Wert, wie die gesamte Jahresleistung (Güter und Dienstleistungen) einiger einzelner Länder. Angesichts dessen ist es nicht unüblich, dass immer mehr Leute über den nächsten Crash verängstigt sind. Immer mehr und mehr Bücher erscheinen über den nächsten Aktiencrash. Klar – solche Horror Überschriften lassen sich einfach besser verkaufen. Und einem alten Sprichwort zur Folge muss es schließlich auch mal wieder in die andere Richtung gehen:

„Was steigt muss auch mal wieder fallen“

Der Auslöser des nächsten Aktiencrashs

Ich habe mir einige Merkmale der vergangenen Aktiencrashs angesehen und in zwei verschiedenen Beiträgen zusammengefasst. Zum einem habe ich die bisher schlimmsten Aktiencrashs hier aufgeschlüsselt:

http://investorenausbildung.de/horror-boersencrashs/

Zum anderen habe ich die Anzeichen eines Aktiencrashs hier dargestellt:

http://investorenausbildung.de/sichere-anzeichen-eines-aktiencrash/

Allerdings hatten viele Zusammenbrüche bisher immer eines gemeinsam: die wenigsten haben es vorhergesehen. Im Nachhinein war es zwar für jeden klar und deutlich sichtbar und jeder ist dann wieder Experte, aber es vorher zu sehen…. das ist schwer!

Ich lese viel und vor allem konträre Meinungen! Analysten wie Dr. Taleb schätze ich sehr. Viele von ihnen haben zwar den Ruf, „Crashpropheten“ zu sein. Dennoch lese ich deren Meinungen gerne – ich muss sie ja nicht eins zu eins übernehmen.

Ein Aktiencrash wird selten vorhergesehen, wie dieses Buch beweist!

Dennoch möchte ich JEDEM das Buch von Dr. Taleb empfehlen: Der Schwarze Schwan.

Ich glaube, dass der nächste Crash wieder auf einem schwarzen Schwan (vollkommen unvorhersehbares Ereignis mit großen Auswirkungen) zurückzuführen ist! Und ich bin der Meinung, dass es nicht der Aktienmarkt sein wird – und auch nicht der angeheizte Häusermarkt, der die Krise auslöst. Auch glaube ich nicht, dass es um Rohstoffe, Bitcoins oder Währungen geht. Natürlich werden alle diese Assets (Anlageklassen) leiden.

Der Auslöser liegt aus meiner Sicht jedoch im Bondmarkt (Rentenmarkt)

Zu meiner Herleitung verlinke ich Euch einen Beitrag der Wirtschaftswoche:

http://www.wiwo.de/input/hsbc/marktgeschehen/euro-bund-future-warten-auf-den-grossen-knall/v_microsite/7605160.html

Sowohl der Euro Bund Future als auch der Future der amerikanischen Staatsanleihen markieren ein Hoch nach dem anderen. Zur Erklärung: Wenn die Zinsen fallen – dann steigen die Kurse im Anleihenmarkt und umgekehrt (sehr stark zusammengefasst). Viele Notenbanken haben jetzt jedoch den Ausstieg aus dem ultragünstigen Zinsniveau bekanntgegeben. Amerika hatte bereits einige Zinserhöhungen, England hat erst jetzt den ersten Anstieg seit 10 Jahren bekannt gegeben, Canada hat die Leitzinsen erhöht und Draghi wird wohl nächstes Jahr folgen.

Der Auslöser der nächsten Krise wird am Anleihenmarkt sein und wird sich dann (wie immer) zu einem Flächenbrand ausbreiten, dem sich keine Assetklasse entziehen kann. Im Buch von Florian Homm steht zudem, dass hochriskante europäische Anleihen (Junk Bonds) eine niedrigere Rendite als amerikanische Staatsanleihen besitzen. Wenn jedoch der Zins ein Indikator für Risiko sein soll, wie soll dann die Rechnung aufgehen? Thorsten Schulte hat in seinem Buch aufgezeigt, dass viele Politiker versuchen, die Wahrheit zu manipulieren. Dies hat viel mit unserem Wahlsystem zu tun. Nötige Reformen sind einfach unpopulär und gefährden eine mögliche Wiederwahl.

Egal wie es ist, irgendwann geht es wieder runter – so viel steht fest. In meinem Börsenbrief zeige ich Möglichkeiten auf, wie man selbst in fallenden Aktienmärkten Geld verdienen kann.

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