Feindliche Übernahme erklärt am Beispiel Grammer AG

Feindliche Übernahme erklärt am Beispiel Grammer AG

Feindliche Übernahme erklärt am Beispiel Grammer AG

Zur morgigen Jahreshauptversammlung der Grammer AG wird es richtungsweisende Entscheidungen bei der feindlichen Übernahme durch die Hastor Familie geben. Ich werde morgen vor Ort sein und für Euch berichten! Am Beispiel der Grammer AG werde ich auch eine feindliche Übernahme erklären.

Wer ist Grammer?

Die Grammer AG ist ein mittelständischer Automobilzulieferer aus Amberg in der Oberpfalz. Die Aktie ist im SDAX gelistet. Das Unternehmen ist quasi nur einen Steinwurf von mir entfernt. Der Konzern bietet 10.000 Menschen einen Arbeitsplatz und ein paar davon kenne ich persönlich.

Der Konzern sieht sich aktuell mit einer feindlichen Übernahme durch die Unternehmerfamilie Hastor konfrontiert. Mit der familieneigenen Beteiligungsgesellschaft „Cascade“ will Hastor die 25 Prozent Hürde am morgigen Mittwoch erreichen.

Mit dieser Mehrheit will Hastor dann den Grammer CEO Hartmut Müller und weitere fünf Aufsichtsräte stürzen und durch eigene Leute besetzen.

Durch zum Teil komplizierte Finanz Techniken konnte die Familie Hastor bereits mehr als 20 Prozent der ausstehenden Aktien kaufen. Der genaue Besitzanteil ist aktuell nicht geklärt.

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Feindliche Übernahme erklärt

Eine feindliche Übernahme ist, wenn ein fremdes Unternehmen zum Teil verdeckt (oder auch offensichtlich) Anteile an einem zweiten Unternehmen kauft mit dem Ziel, die Führungs- und Kontrollinstitutionen (wie z. B. CEO und Aufsichtsrat) mit eigenen „Gefolgsleuten“ zu besetzen. Oftmals ist die komplette Übernahme der betroffenen Gesellschaften das Ziel.

Im Fall von Grammer wird spekuliert, dass der Konzern in zwei Teile aufgeteilt werden soll. Der Seating Bereich (Hersteller für spezielle Sitze, wie z. B. Bote, Kräne, usw.) ist der profitablere Bereich. Das Automotive Geschäft ist weit weniger rentabel und soll unter Umständen ganz oder teilweise verkauft werden.

Die kompletten Hintergründe, Zahlen, Daten und Fakten werde ich morgen auf der Jahreshauptversammlung live miterleben. Ich werde für meine Mitglieder der Investorenausbildung Akademie die Versammlung filmen und im Nachgang die Geschehnisse genau erklären und dokumentieren. Da diese „Finanzoperation“ durch sogenannte „Heuschrecken“ nicht selten ist, werde ich die Akademie um den Punkt „Feindliche Übernahme“ ergänzen und an Hand des Beispiels von Grammer alles genau erklären. Diese Attacke ist keine Seltenheit. Immer wieder wollen Private Equity Unternehmen oder aktivistische Investoren ihren Einfluss zu ihrem eigenen Vorteil ausspielen.

Bei allen kühlen Überlegungen muss man natürlich auch eins sagen: An dem Ausgang der morgigen Jahreshauptversammlung hängen viele Tausend Arbeitsplätze und Schicksale. Ich bin gespannt, wie es morgen ausgeht…

Auch die Short Attacke bei der Aurelius AG wurde durch aktivistische Investoren durchgeführt.

Wie will sich Grammer wehren?

Grammer hat bereits einen chinesischen Partner mit ins Boot geholt. Hierzu ein Zitat aus meiner Einladung zur Jahreshauptversammlung:

„Durch die Preisfestsetzung nahe dem theoretischen Marktwert der Pflichtwandelschuldverschreibungen 2017 und der Wandelbarkeit der Pflichtwandelschuldverschreibungen 2017 in Aktien der Gesellschaft in einem auf 9,2 % des Grundkapitals begrenzten Umfang wurden die Interessen der Aktionäre angemessen berücksichtigt. Denn im Hinblick auf den liquiden Börsenhandel haben die Aktionäre grundsätzlich die Möglichkeit, ihre relative Beteiligung an der Gesellschaft über einen Zukauf über die Börse zu vergleichbaren Bedingungen aufrechtzuerhalten. Eine nennenswerte wirtschaftliche Verwässerung des Anteilsbesitzes der Aktionäre war mit der Begebung der Pflichtwandelschuldverschreibungen 2017 nicht verbunden.

Die Begebung der Pflichtwandelschuldverschreibungen 2017 an die JAP Capital Holding GmbH war und ist ferner im besonderen Interesse der Gesellschaft und ihrer Aktionäre.

Die JAP Capital Holding GmbH ist eine Tochtergesellschaft der JAP Capital Limited (Wanchai, Hong Kong), die wiederum eine Tochtergesellschaft der Wing Sing International Co., Ltd. mit Sitz in Samoa („Wing Sing“) ist, die ein mit der Ningbo Jifeng Auto Parts Co., Ltd. mit Sitz in Ningbo, China („Jifeng“) verbundenes Unternehmen ist. Jifeng ist auf die Herstellung von Kopfstützen, Armlehnen und Türarmlehnen für Automobilhersteller spezialisiert. Die Auswahl von Jifeng war das Ergebnis eines ausführlichen und detaillierten Prozesses zur Suche eines geeigneten strategischen Partners in China, der über einen längeren Zeitraum erfolgte.“

Habt ihr auch Grammer Aktien? Seid ihr vielleicht direkt oder indirekt betroffen? Schreibt mich gerne an! Wir können uns morgen persönlich auf der Jahreshauptversammlung treffen. Ich freue mich auf Euch!

 

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