Interview mit Jan-Christian Müller von mission-rendite.de

Das Interview mit Jan-Christian Müller von mission-rendite.de

FG: Hallo Jan, bitte stelle Dich kurz vor.

Jan-Christian Müller: Hallo, ich bin 28 Jahre alt und komme aus Hannover. Nach meinem BWL-Studium 2013 habe ich im Vertriebsaußendienst angefangen und bin nach wie vor im Vertrieb tätig. Seit 2012 blogge ich im klassischen „Personal-Finance“-Bereich auf Mission-Rendite.de (früher smart-reich-werden.de) zu den Themen Vermögensaufbau, Geldanlage und finanzieller Freiheit. Mit meinem Blog und meinen Coachings versuche ich finanzielles Wissen zu vermitteln und meine Leser zu motivieren, ihre Finanzen selbst in die Hand zu nehmen.

FG: Gerade in den letzten Jahren sind die Finanz-Blogs wie Pilze aus dem Boden geschossen, was macht dich und deinen Blog besonders?

Jan-Christian Müller: Ich glaube ich kann mit Recht behaupten, dass ich mittlerweile einen der ältesten Finanz-Blogs in Deutschland betreibe. Auch wenn sich die Domain kürzlich geändert hat, wurden die Inhalte mitübernommen. Der wichtigste Punkt ist aber meine Vision. Ich blogge aus der Überzeugung heraus, dass jeder Mensch sich mit seinen Finanzen beschäftigen sollte. Ich bin mir sicher, dass eine Stunde im Monat bereits vollkommen ausreichend ist, um deutlich mehr aus dem eigenen Geld zu machen. In meiner Familie durfte ich die Erfahrung machen, was passiert wenn man das Thema Finanzen anderen überlässt. Finanzen gehören in die eigenen Hände!

FG: Bitte berichte meinen Lesern von Deinem „Blog Alltag“

Jan-Christian Müller: Mein Blog-Alltag läuft (leider) nicht immer gleich ab. Momentan setze ich mich nach der Arbeit noch ein oder zwei Stunden hin und schreibe Beiträge oder arbeite am Blog. Es gab auch Zeiten in denen ich morgens von 5 Uhr bis 7 Uhr gearbeitet habe, momentan ist das aber nicht mit meinen sonstigen Verpflichtungen vereinbar. Nach außen sehen die Leser immer nur die fertigen Artikel die sie in 10 bis 15 Minuten durchgelesen haben. Ein hochwertiger Beitrag verschlingt allerdings schnell man fünf Stunden Arbeit und mehr.

FG: Wie bist Du zum Thema Unternehmertum und Finanzen gekommen? Was hältst Du von Familienunternehmen?

Jan-Christian Müller: Bei beiden Themen bin ich (glücklicherweise) durch mein familiäres Umfeld geprägt worden. Mein Großvater war Unternehmer und durch meinen Vater kenne ich noch die Zeiten wo Aktien nicht über das Internet, sondern (hauptsächlich) per Telefon gehandelt wurden. Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich in diese Richtung bereits geprägt wurde. Den Auslöser der letztendlich zu meinem Blog führte, beschreibe ich in meiner Mission.

FG: Wie kommst Du zu Deinen Inhalten? Welche Bücher liest Du?

Jan-Christian Müller: Ich lese unglaublich viel Finanzliteratur und versuche Neues daraus zu ziehen. Ja, keiner der Autoren erfindet das Rad neu. Trotzdem hilft der neue Blickwinkel auf viele Dinge noch einmal weiter. Meine Inhalte kommen aus allen möglichen Richtungen, aus Facebook-Gruppen, durch Fragen von Freunden und Bekannten usw. Da habe ich keine feste Vorgehensweise. Ich schreibe für meine Leser und versuche Themen zu finden die sie interessieren und Ihnen weiterhelfen.

FG: Was war Deine aller erste Investition?

Jan-Christian Müller: Das kann ich ehrlich gesagt gar nicht mehr genau sagen. Das dürfte schon etwa 15 Jahre her sein. Ich erinnere mich noch an Conti-Aktien und eine ThyssenKrupp-Anleihe mit 9,5% Kupon. Die Zeiten sind also schon lange vorbei. Danach habe ich alles Mögliche ausprobiert. Vom Trading über ETFs bis hin zu BlueChip-Aktien aus welchen vor ca. 6 Jahren dann mein Dividenden-Portfolio entstand. Ich halte diesen Prozess für enorm wichtig. Auch wenn hier und da ein bisschen Lehrgeld auf der Strecke bleibt, so ist die Erfahrung am Ende doch unbezahlbar

FG: Welchen Ratschlag kannst Du unseren Lesern in kurzen Worten zu der aktuellen Börsenlandschaft geben?

Jan-Christian Müller: Momentan ist börsentechnisch eine tolle Zeit die viele Neulinge an die Börse zieht. Grundsätzlich finde ich das super, da Aktien ein tolles Hilfsmittel auf dem zur finanziellen Freiheit sind. Es wird allerdings auch immer wieder Rückschläge geben. Aus diesem Grund ist die richtige Asset Allocation, also die Aufteilung auf verschiedene Anlageklassen in meinen Augen der Schlüssel zum Erfolg. Ich bin kein Freund davon, 100% Aktien zu besitzen und zu jedem Zeitpunkt zu kaufen wenn Geld auf dem Konto ist. In der Theorie mag der weg stimmig sein, in der Praxis spielt uns allerdings unsere eigene Psyche einen Streich. Beim nächsten Aktiencrash werden viele ihre 100% in Aktien überdenken. Ich wünsche unseren Lesern, dass sie nicht dazu gehören.

FG: Jan, Du erhältst heute 1 Millionen Euro geschenkt. Wie verwendest Du das Geld?

Jan-Christian Müller: Das ist eine gute Frage. Ich gehe stark davon aus, dass ich mir für 100 Tausend Euro ein schönes Auto kaufen würde. Mit dem verbleibenden Rest würde ich (wie ich es momentan auch tue) zu jeweils gleichen Anteilen in Aktien und Immobilien investieren. Langfristig ist eine Million ein guter Grundstock für die finanzielle Freiheit.

FG: Wer ist Dein größtes Vorbild?

Jan-Christian Müller: Mein größtes Vorbild ist/war mein Großvater. Aus der Kriegsgeneration stammend hat er es geschafft, die Zeit des Aufschwungs für sich und seine Familie zu nutzen und den Weg zur finanziellen Freiheit zu ebnen. Im Alter ohne finanzielle Sorgen zu sein ist eine Herausforderung die zu keiner Zeit eine größere Bedeutung hatte als heute.

FG: Wie weit bist Du auf Deinem Weg zur finanziellen Freiheit?

Jan-Christian Müller: Ich bin mir sicher, dass ich die finanzielle Freiheit eines Tages erreichen werde. Ich kann allerdings nicht genau abschätzen wann. Die finanzielle Sicherheit (also den Zeitpunkt an welchem ich nicht mehr arbeiten MUSS) werde ich in einigen Jahren erreicht haben. Als wirklich frei würde ich mich dann allerdings noch nicht bezeichnen.

Smart-Reich-werden wurde zur Mission-Rendite und ich wünsche weiterhin viel Erfolg!

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