Wie erfolgreich ist Warren Buffett wirklich?

Wie erfolgreich ist Warren Buffett wirklich?

Warren Buffett´s Investment Ansatz kann als traditionell und konzentriert bezeichnet werden, wobei eine Anpassung seines Ansatzes jederzeit möglich ist. Seit kurzem kauft Buffett auch sogenannte „Techaktien“, eine Sparte, die Warren Buffett konsequent vernachlässigt hat.

Gerade weil Warren Buffett jedoch im Zeitverlauf so flexibel ist, glaube ich, dass er der erfolgreichste Investor aller Zeiten ist. Er sieht seinen Investment Ansatz nicht als „Religion“ an – andernfalls wäre er nicht in der Lage, neue Ansätze erfolgreich zu testen. Im Folgenden habe ich ein paar Stichpunkte zusammengefasst, die meiner Meinung in letzter Zeit stark von Warren Buffett „verändert“ wurden.

Geschäftsleben

Buffett selbst beschwört sein Können immer wieder auf seinen eigenen „Circle of Competence“, also Geschäftsprozesse, die er selbst versteht und analysieren kann. Laut dem Konzept des „Circle of Competence“ ist es nicht so wichtig, große Mengen an Wissen anzuhäufen (natürlich kann es dennoch nicht schädlich sein). Es ist viel mehr wichtig zu wissen, was man nicht kann.

Das „Orakel aus Omaha“ verlangt von sich selbst, das operative Geschäft eines potentiellen Investments genau zu verstehen und darauf aufbauend eine Zukunftsprognose zu erstellen. Seine Abschätzungen für die Zukunft untermauert er dann noch mit den Zahlen aus den Geschäftsberichten des jeweiligen Unternehmens.

Management

Die Qualität des Managements einzuschätzen ist grundsätzlich nicht leicht. Buffett hat jedoch einige Regeln aufgestellt, die eine tolle Orientierung bieten. Seine erste Regel lautet: „Wie gut kann das Management die Gewinne wieder anlegen?“ Er spricht hier vor allem über Dividenden, Aktienrückkäufe und die Übernahmen neuer Unternehmen. Langfristig sollen alle Aktionen den Wert für die Aktionäre steigern. Der zweite Punkt ist schon viel weniger „greifbar“. Buffett bewertet Unternehmenslenker danach, wie aktiv sie sich verhalten. Er bevorzugt Unternehmer mit langem Anlagehorizont und geringer (Investment)Aktivität. Der letzte Punkt, um ein Management zu bewerten ist vor allem die Entwicklung des Cash Flows. Dieser sollte sich natürlich immer positiv entwickeln. Ich habe zu diesem Thema einen extra Beitrag verfasst.

Finanzkennzahlen

Der ROI (Return on Equity) ist eine sehr wichtige Kennzahl für Buffett. Allerdings ist es möglich, den ROI durch Aufnahme von Fremdkapital in die Höhe zu schrauben, ohne tatsächlich „mehr zu verdienen“. Buffett sucht nach Unternehmen mit einer tollen Profitabilität und geringen Schulden, vor allem geringen langfristigen Schulden.

Was ist der wahre Wert?

Hier versucht Buffett immer den wahren Wert eines Unternehmens zu erkennen. Buffett projiziert hierzu die „Owner earnings“ nach vorne und zinst diese auf die Gegenwart ab.

Zusätzlich achtet Buffett auch darauf, dass seine Firmen einen sogenannten Burggraben besitzen. Ein Burggraben ist dabei eine Eigenschaft, die es für andere Unternehmen sehr schwer macht, in dieses Geschäftsfeld einzudringen.

Vieles wird in diesem Zusammenhang

gerne kompliziert dargestellt. Ich empfehle Euch mit einem sehr einfach Buch zu beginnen:

Der reichste Mann von Babylon

Der reichste Mann von Babylon

Und hier ist meine Buchbesprechung zu diesem tollen Buch: https://www.youtube.com/watch?v=9XSitpC1j0E&t=15s

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