Vermögensaufbau ist heute wichtiger denn je!

 Nicht nur das herkömmliche Sparen zeigt keinen Sinn mehr. Auch das Altersvorsorge-System ist auf dem absteigenden Ast. Das Problem der Altersarmut in Deutschland kommt immer mehr auf. Zudem wird es bei jetziger Entwicklung eine immer größere Rolle spielen. Das war früher nicht so…

Nach Einführung des Drei-Säulen-Systems durch Konrad Adenauer war mehrere Jahrzehnte lang für die Altersvorsorge der Deutschen gesorgt.

 Es lässt sich erkennen, dass die staatliche Vorsorge im Rahmen der gesetzlichen Rentenversicherung die Grundsäule ist. Ergänzend hinzu kommen die betriebliche Altersvorsorge und die private Altersvorsorge. Dieses Gerüst war über viele Jahre erfolgreich und sicherte den Deutschen einen sorgenfreien Übergang ins hohe Alter. Heute anders: Kaum jemand sorgt noch privat vor. Dies ist auch hier in den niedrigen Zinsen begründet, die man bekommt. Eine private Altersvorsorge ist unterm Strich ein Verlust.

 Die betriebliche Altersvorsorge hat einen riesigen Wandel vollzogen: Pensionszusagen, Pensionsfonds, Pensionskassen sind kaum noch existent.

 Stattdessen haben die sogenannten Direktversicherungen Einzug gefunden: Angestellte zahlen vier Prozent (mittlerweile 8 Prozent) ihres Bruttogehalts in ein Altersvorsorge-Modell ein. Vor der Auszahlung im Renten-Alter kommt dann schließlich die bitterböse Überraschung: Ein Fünftel des angesparten Betrages muss auf einmal in die gesetzliche Krankenversicherung eingezahlt werden. Hinzu kommen anfallende Steuern. Im Zusammenhang mit der Inflation bleibt bei der heutigen betrieblichen Altersvorsorge wenig zu Lachen. Für den Vermögensaufbau ist sie nicht geeignet.

 Kommen wir nun zur Grundsäule, der gesetzlichen Rentenversicherung: Der Gesetzlichen Rentenversicherung liegt ein Generationenvertrag zugrunde. Die Idee ist, dass die junge Arbeitergeneration mit ihren Beiträgen die Rentenkasse füllt, sodass die aktuellen Rentner ihre Rente beziehen können. Wird die Arbeitergeneration nun älter und geht selbst in Rente, ist die nächste Generation mit dem Füllen der Rentenkasse dran.

 Das hört sich alles plausibel an, doch geht dieser Generationenvertrag heute nicht mehr auf, sodass die Renten knapper ausfallen. Grund für den nicht funktionierenden Generationenvertrag ist der demographische Wandel.

 Wir haben in Deutschland eine stark angestiegene Lebenserwartung. Die ist kombiniert mit einer geringeren Geburtenrate. Somit ist klar, dass immer mehr Rentnern immer weniger Erwerbstätige gegenüberstehen, was das Füllen der Rentenkasse erschwert.

 Des weiteren wurde das Renteneintrittsalter gesenkt und die Bezugsdauer der Rente ist dadurch und durch die höhere Lebenserwartung gestiegen.

 Beschäftigungen mit unregelmäßigen Beitragszahlungen nehmen stark zu. Das sorgt für noch geringere Beitragszahlungen.

 Schon jetzt reichen die Einnahmen der Rentenversicherung nicht zur Finanzierung der Rente aus. Was der Staat jetzt noch durch den eigenen Haushalt finanziert, wird mit fortlaufenden Jahren immer schwerer werden. Arbeiteten 1955 noch fünf Erwerbstätige für die Rente eines Rentners, sind es heute nur noch drei. Voraussichtlich werden 2030 nur noch zwei Beschäftigte die Rente eines Rentners stemmen müssen.

 Der Staat diskutiert über Reformen: Von einer Kürzung der Rente über die Pflichtversicherung für alle Selbstständige bis hin zur Verlängerung des Renteneintrittsalters stehen verschiedene Maßnahmen zur Debatte. Reformen sind unausweichlich, doch werden sie nur bedingt eine Lösung für das Problem darstellen. Mit der gesetzlichen Rentenversicherung bröckelt nun auch die letzte Säule des Adenauerschen Drei-Säulen-Systems.

Fazit für den Vermögensaufbau: Zu trauen ist keiner der bisherigen konventionellen Spar- oder Vorsorgemaßnahmen. Von dem Sparbuch über Tagesgeldkonten und Immobilienfonds bis hin zu Rentenversicherungen wurde alles durchgegangen. Dabei führt keiner dieser Wege zu einem Vermögensaufbau. Es bleiben als einzige Möglichkeit die Aktien übrig. Sie werfen unter Umständen eine lohnenswerte Rendite ab und sorgen für finanzielle Sorgenlosigkeit.

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