DAS ist die Ursache für die nächste Rezession

Vermögenswerte wie Aktien, Anleihen und Immobilien steigen im Zuge der wirtschaftlichen Expansion an. Sie verlieren jedoch an Wert, wenn die Wirtschaft zusammenbricht.

Allerdings wurden bisher viele Rezessionen durch einen zu starken Anstieg der Kredite und Zinsen ausgelöst.

Schauen wir uns mal die vergangenen Rezessionen an:

In der zweiten Hälfte der 90er Jahre wurde die Geldpolitik der Federal Reserve sehr expansiv. Die Zentralbanken weltweit senkten die Zinsen, um die asiatische Währungskrise zu begrenzen (1998). Im Anschluss versuchte die Fed, die Kreditvergabe einzuschränken, indem sie die Zinsen vom Tiefststand 1998 von 4,75% auf den Höchststand von 6,5% im Mai 2000 erhöhte. Dies führte zu einem Rückgang des Konsums und war gleichzeitig der Beginn der sogenannten Dot-Com Krise im Jahr 2001.

Die starken Kursverluste, insbesondere bei Technologiewerten wie z. B. Yahoo und Amazon, führten dazu, dass sich die Verbraucher deutlich ärmer fühlten und die Unternehmen Millionen von Mitarbeitern entließen. Wichtig ist, dass der Aktienmarkt ein ganzes Jahr vor Beginn der Rezession im Jahr 2001 bereits Verluste verbuchte.

Doch was ist mit der Großen Rezession im Jahr 2008? Nach vielen Jahren extrem lockerer Geldpolitik der Fed erreichte die Straffung der Zinsen 2006 mit 5,25% ihren Höhepunkt. Die Immobilienpreise erreichten zur gleichen Zeit ebenfalls ihren Höhepunkt. Sie fingen an, ab 2007 ernsthaft zu sinken. Mit ihnen sanken auch die Finanzwerte im Jahr 2007 um 20%.

Wieder einmal war eine Vermögensblase geplatzt. Und, eine Umkehrung des Vermögenseffekts war im Gange und löste eine Rezession aus, in der Millionen ihre Existenzgrundlage verloren haben und Hunderte von Millionen ihren Konsum einschränken mussten.

In gleicher Weise wird die nächste Rezession also nicht dazu führen, dass Aktien um 30%, 40% oder 50% an Wert verlieren. Vielmehr werden zuerst die Immobilienpreise deutlich fallen. Die Aktien werden dieser Entwicklung folgen. Der Rückgang der Preise bei den Sachwerten wird erneut eine Rezession in der Realwirtschaft auslösen.

Es ist wichtig für Investoren zu verstehen, dass die Federal Reserve wissentlich und bewusst psychologisch positive Vermögenseffekte hervorruft. Die Inflation der Sachwerte ist gewollt! Die Fed, insbesondere die früheren Vorsitzenden wie Ben Bernanke und Janet Yellen, sind der Ansicht, dass die aktive Förderung höherer Vermögenspreise das Vertrauen der Verbraucher und Unternehmen stärkt. Im Gegenzug geben die Menschen mehr aus, und das wiederum fördert wirtschaftliche Expansion.

Die Ultra-lockere Geldpolitik schafft aber nicht nur Zugewinne bei Sachwerten. Es entstehen gleichzeitig auch Vermögensblasen. Und wenn eine Vermögensblase platzt, wird eine Wirtschaft durch eine Umkehrung des Vermögenseffekts stark leiden. Edelmetalle wie Silber oder Gold können zu diesem Zeitpunkt eine interessante Alternative sein. Wer mehr zu diesem Thema erfahren möchte, dem verlinke ich hier zwei Videos.

Das Nettovermögen der Haushalte im Verhältnis zum BIP war in der Vergangenheit immer recht stabil. (Siehe den orangefarbenen Halbkreis unten.) Nachdem man in den 1970er Jahren eine Abkehr vom „Goldstandard“ vollzogen und in den 1980er Jahren zu einer Konsum orientierten Wirtschaft übergegangen war, haben die Politiker konsequent auf Kredite gesetzt, um das Wirtschaftswachstum zu fördern.

Die Geldpolitik hält die Kreditkosten nun schon über einen längeren Zeitraum außergewöhnlich niedrig. Die aktive Manipulation der Federal Reserve und aller anderen großen Zentralbanken weltweit fördert einen Vermögenseffekt, aber auch eine Vermögensblase. Sobald die Zinsen steigen, wird weniger konsumiert, es werden weniger Mitarbeiter in den Firmen benötigt und die Vermögenswerte werden im Preis fallen.

Warum müssen wir uns damit beschäftigen, diese Muster frühzeitig zu erkennen? Es kann viele Jahre dauern, bis man nach einer Rezession wieder aus der Verlustzone bei der eigenen Geldanlage kommt.

Da die FED die Kreditkosten langfristig niedrig halten will, werden auch die zukünftigen Renditen gering sein. Aktuell rentieren die 10-jährigen US Staatsanleihen mit unter 3%

Für eine Vielzahl von Menschen, die ihren Lebensstandard während der Rentenjahre aufrechterhalten wollen, und gleichzeitig auf Grund des kürzen Anlagehorizonts eine geringere Schwankung in kauf nehmen können, sind reale Renditen von unter 3% wahrscheinlich nicht ausreichend. Massenhafte Altersarmut ist die Folge.

Wenn Du jetzt wissen möchtest, wie Du dich auf eine mögliche Rezession vorbereiten kannst, dann schau Dir gerne das folgende Video an.

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