Die größte Schuldenblase aller Zeiten

Aktuell gibt es etwa 1,6 Billionen Dollar an Studentenkrediten und der Schuldenstand befinden sich somit auf einem historischen Höchststand!

Die Folgen der Studentenkreditverschuldung haben einen Dominoeffekt: Millennials verzögern wichtige Lebensereignisse, weil sie sich diese nicht leisten können.

Amerika leidet unter einer Schuldenkrise bei Studenten.

Während die Löhne seit 1970 um 67% gestiegen sind, ist der Studiengebührenanteil noch schneller gestiegen. Infolgedessen hat die Schuldenlast der Studenten ein Rekordniveau erreicht.

Verbunden mit dem aktuell schwachen Wirtschaftswachstum und den hohen Lebenshaltungskosten hat es die Schulden der Studentenkredite für Millennials schwierig gemacht zu sparen und sie gezwungen, wichtige Lebensabschnitte wie Heiraten, Hauskauf und Kinderkriegen zu verzögern.

Inzwischen überlegt die Politik, wie man die Schuldenkrise bei Studentendarlehen beheben kann. Von Schuldenerlass bis hin zu Schuldenverboten werden aktuell sehr weitreichende Szenarien diskutiert! Ein aussichtsreiches Vorhaben ist die direkte Gehaltsumwandlung. Ähnlich wie bei der Gehaltsumwandlung für Sparzwecke sollen Gehaltsteile nicht mehr direkt aufs Konto zur freien Verfügung gelangen, sondern für die Schuldentilgung verwendet werden.

Die durchschnittliche Darlehensschuld pro Absolventen im Jahr 2018, beträgt 29.800 $. Die Studiendauer hat sich allerdings seit den 80er Jahren verdoppelt.

Von den späten 1980er Jahren bis 2018 stiegen die Kosten für einen Bachelor-Abschluss an öffentlichen Schulen um 213% und an Privatschulen um 129%.

Gleichzeitig die Löhne seit 1970 um lediglich 67% gestiegen.

Mehr als 3 Millionen Senioren in den USA zahlen noch immer ihre Studienkredite ab.

Junge Menschen sind nicht die Einzigen, die Schulden abbezahlen. Mehr als 3 Millionen Amerikaner im Alter von 60 Jahren und älter schulden mehr als 86 Milliarden Dollar an unbezahlten Studentendarlehen.

Bis zu 40% der Kreditnehmer könnten bis 2023 mit ihren Studienkrediten in Verzug geraten.

Durch die Analyse der Ausfallraten 20 Jahre nach dem Abschluss für diejenigen, die zwischen 1995 und 2003 mit dem Studium begonnen haben, prognostizierten Experten, dass fast 40% der Kreditnehmer bis 2023 mit ihren Darlehen in Verzug geraten könnten.

Studentenkreditschulden bleiben in der Regel im Insolvenzfall bestehen – eine Negativspirale für die Schuldner. Banken haben kein Interesse daran, dass sich die Kreditnehmer entschulden, da sie durch die Studentenkredite ein Leben lang an die Bank gebunden sind – Studenten sind also die Gelddruckmaschine für die amerikanischen Banken. Fehlt jetzt nur noch, dass Banken die Studentenkredite in Pakete packen und an Pensionkassen oder andere verkaufen – Finanzkrise 2.0 – ausgelöst durch Studentenkredite? Ausgeschlossen ist das nicht!

Der %-Anteil der Studentenkredite, die ihre Schulden nicht begleichen können, sieht sehr ähnlich aus wie der Anteil, mit der die Menschen ihre Kredite während der Finanzkrise 2008 nicht bezahlen konnten.

Aktuell liegen die Ausfall- und Verzugsraten für Studentendarlehen bei etwa 11%. Die Verzugszinsen während der Hypothekenkrise erreichten 2010 mit 11,5% ihren Höchststand.

Das ist nicht die einzige Parallele zwischen der heutigen Studentenkreditkrise und der Finanzkrise: Die Gesamtverschuldung der US-Verbraucher war im ersten Quartal dieses Jahres höher als 2008.

Manche in den USA fürchten nun, dass eine neue Blase heranwächst, die Rede ist von der „College Bubble“. Wiederholt sich das, was einst auf dem amerikanischen Häusermarkt geschah und zur globalen Finanzkrise wurde, bald im Bildungssystem?

Droht der US-Wirtschaft eine neue Krise, die sogenannte Universitäts-Krise? Die Annahme ist nicht von der Hand zu weisen, auch wenn sie in anderem Gewand daherkommt.

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