Geld – warum es so wichtig für uns ist!


Wer mit der Weiterbildung aufhört, um Geld zu sparen, könnte genauso gut seine Uhren anhalten, um Zeit zu sparen.“
(Manfred Arnu)

 Im Zusammenhang mit Aktien spricht man auch vom Spiel mit dem Geld. Durch Steigen des Kurses bzw. Aktienwertes soll ein Gewinn herauskommen. Dann ist das Ziel erreicht. Motive für dieses Spiel mit Geld gibt es verschiedene…

 Es kann der bloße Nervenkitzel sein: Die Geschichten, wie der wohlhabende Scheich oder chinesische Großkonzernchef im Casino ein für Durchschnittsmenschen riesiges Vermögen verballert, sind bekannt. Wohlhabende Leute, die sich alles leisten können, haben hin und wieder das Bedürfnis, einen Teil ihres Vermögens zum Fenster rauszuschmeißen. Es ist ein Zeichen von Macht: Sie können es sich eben erlauben! Außerdem erfüllen das Setzen hoher Beträge und das Risiko ihr Leben mit dem notwendigen Reiz, der Reichen sonst oft fehlt.

 Einige dieser wohlhabenden Menschen wagen ihr Glück allerdings nicht im Casino, sondern an der Börse. Dort können sie spekulieren und sind nicht nur auf Glück angewiesen. Die Wahrscheinlichkeit, bei großem Risiko mit einem Gewinn als Held rauszugehen, ist hier höher. Sie können sich noch mehr vor den Leuten beweisen und ihr Vermögen eventuell spektakulär vervielfachen. So viel zum Nervenkitzel der Reichen…

 Weiteres Motiv für den Aktienhandel kann der Wunsch sein, sein bestehendes Vermögen zu erweitern. Personen, die bereits einiges an Kapital haben, haben es leichter, hohe Gewinne zu erwirtschaften.

Setzen sie beispielsweise 50.000 Euro auf eine Aktie, die 4 Prozent Rendite abwirft, haben sie einen Gewinn von 2.000 Euro. Setzt hingegen ein Geringverdiener seine 500 Euro, hat er bei derselben Aktie gerade mal 20 Euro Gewinn. Je größer die Summen, die man setzt, desto höher sind auch die Gewinne, die man einfährt. Dies führt dazu, dass gut betuchte Menschen gerne in stabile Aktien für einen längeren Zeitraum viel Geld investieren. Durch hohen Einsatz vervielfachen sie ihr Vermögen dementsprechend effektiv.

 Weitere Möglichkeit, was Menschen zum Aktienhandel bewegt: Der Traum vom schnellen Reichtum. Der Traum, ohne großen Aufwand von jetzt auf heute nur noch in Saus und Braus zu leben. Vielleicht hat der Lagerarbeiter keine Lust mehr auf das Arbeiten in Wechselschicht. Die eine Woche geht es um 4 Uhr morgens raus, die andere Woche dann wieder um 14 Uhr und er kommt erst kurz vor Mitternacht nach Hause zurück. So ist geregeltes Familienleben sehr schwer. Seine Arbeit missfällt ihm vielleicht auch. Anderes Szenario: Mutter und Vater arbeiten hart für ihre zwei Kinder und deren Bildung. Aber es reicht nur, um alle Kosten zu decken. Sie können den Kindern nichts Nennenswertes hinterlassen. Auch ist die Angst groß, später eine geringe Rente zu erhalten und in Armut leben zu müssen: „Ach, wenn vom Leben doch etwas mehr übrig bliebe als ein paar Scheiben Brot, die Arbeit und die Abendsendungen im Fernsehen. Wenn man sich und den Kindern etwas gönnen könnte!“

 So lassen sich die Menschen durch den Traum vom schnellen Geld zum Aktienhandel bewegen. Zwar ist dieser Traum unrealistisch, aber das kümmert die Menschen nicht unbedingt. Aktien schießen nicht von heute auf morgen um über 100 Prozent in die Höhe. Und selbst wenn: Die Durchschnittsfamilie, die 100 Euro entbehren kann, wird mit dem geringen Einsatz wenig profitieren können…

 Egal, was letztlich zum Aktienhandel motiviert: Aktien bieten die Option auf eine bessere finanzielle Situation. So die Theorie… Eine bessere finanzielle Situation ist natürlich maßgeblich für unsere Lebensqualität. Dies ist dem Großteil der Bevölkerung klar. Es fällt schwer, die große Bedeutung des Geldes zu leugnen. Aktien und Geld sind keine rein kapitalistischen Merkmale mehr. Sie haben den Durchschnittsmenschen erreicht auch in Deutschland erreicht und dringen immer mehr zu ihm durch.

 Grund dafür ist, dass die Zeiten sich in eine Richtung entwickelt haben, die stark von der Vergangenheit abweicht. Die Altersvorsorge funktioniert nämlich nicht mehr, dem erfolgreichen Sparen ist ebenfalls der Riegel vorgeschoben. Hoher Lebensstandard wird aufgrund neuester technologischer Entwicklungen teurer. Gleichzeitig werden bei den heutigen Möglichkeiten die Ansprüche immer höher. Ein paar Beispiele:

  • Jugendliche wollen nach der Schule erstmal die Welt bereisen. Hierzu gibt es zwar zahlreiche Programme, doch kosten diese.
  • Der Traum vom Auslandsstudium ist sehr präsent. Aber auch dieses muss finanziert werden.
  • „Der neue Mercedes GLA SUV verfügt über einen tollen sportlichen Look! Den möchte ich haben!“
  • Musikanlagen hauen heutzutage die besten Klänge raus. Doch ein handgemachter Lautsprecher der dänischen Meistermarke DynAudio kostet für den Durchschnittsmenschen ein halbes Vermögen.   

 Wie auch immer die Ansprüche sind: Der Ruf nach Geld wird lauter. Das Geld wird nicht mehr strikt materiell gesehen, sondern immer mehr als ein Mittel zur Verbesserung der Optionen im Leben. Ebenfalls ist es eine willkommene Möglichkeit der Absicherung für die Zukunft.

 Was, wenn irgendein Krankheitsfall in der Familie eintritt? Ein Autounfall und daraus resultierende Berufsunfähigkeit? Nicht immer ist die Versicherung in vollem Umfang zur Stelle. Ist etwas Geld beiseite gelegt oder sind einige Immobilien im Besitz, kann hiermit die Versorgung der betroffenen Person gesichert werden.

 Was, wenn man den Kindern eine sorgenfreie Kindheitszeit und einen guten Start ins Erwachsenenleben sichern möchte? Es ist wesentlich entspannter für das Kind, wenn es sicher sein kann, dass jeden Morgen, Mittag und Abend das Essen auf dem Tisch stehen kann. Das Kind freut sich, wenn hin und wieder ein Familienurlaub finanziell drin ist. Dann kann es nämlich in der Gruppe mit Mitschülern reden und soziale Bindungen besser eingehen.

 Wenn man älter wird und nach der Schule vor wichtigen Entscheidungen für die Zukunft steht, ist es für Jugendliche eine wertvolle Erfahrung und Möglichkeit der Selbstfindung, einen einjährigen Auslandsaufenthalt finanziert zu bekommen.

 Die absolute Königsdisziplin ist es, den eigenen Kindern sogar eine Immobilie zu hinterlassen. Etwas, wovon sie und deren eigene Kinder dauerhaft was haben. Keine Miete zahlen und mehr vom Einkommen haben…

 Es muss aber nicht unbedingt um die Kinder oder die Absicherung der eigenen Zukunft gehen: Vielleicht hat jemand eine Vision und möchte diese in die Tat umsetzen? Eine eigene Restaurant-Kette… ein eigenes Fitnessstudio… eine eigene Praxis… All diese Träume benötigen neben einer gehörigen Portion Knowhow und einer gehörigen Portion Leidenschaft auch eine gehörige Menge an Geld!

 Verwendungsbereiche für Geld gibt es zahlreiche. In einer Welt, die aufgrund fortschreitender Technologien immer mehr Möglichkeiten bietet, nehmen Ideen und Visionen zu. Deren Finanzierung wird jedoch ebenfalls immer anspruchsvoller.

 Ebenso sind wir aber in einer großen und komplexen Welt, in der die Mechanismen der Absicherung komplett anders sind. Hier kann Geld ebenfalls Abhilfe schaffen.

Fazit

 Über Geld variieren die Meinungen. Eine Menge der Menschen verachtet es und demonstriert. Es brauche keine auf Finanzen ausgerichtete Politik. Das einzig wichtige sei stets der Umgang untereinander und das Glück der kleinen Dinge. Doch stellt sich die Frage, ob diese Personen genau das gleiche denken, wenn sie den dritten Tag in Folge denselben ungewaschenen Anzug zur Büroarbeit tragen. Oder aber wenn sie im betagten Alter Flaschen sammeln müssen, um ihre Rente zu ergänzen.

 Zum Geld kann man nur sagen: Je mehr, desto besser. Damit sichert man sich ab. Damit kann man seine Träume realisieren. Damit kann man berühmt werden. Damit kann man auch anderen Menschen helfen, indem man spendet oder diese beschenkt. Es ist nicht materiell, es öffnet uns die Tore. Die Tore zu einem einfacheren und schöneren Leben.

>